Heute hatten wir ein volles Programm. Wir hatten uns entschieden, zunächst einige Sehenswürdigkeiten in Atlanta anzuschauen und dann Richtung Osten zurückzukehren. Das Wetter soll dort schließlich wieder besser sein.

Zunächst ging es ins Georgia Aquarium. Es ist angeblich das größte der Welt, und in der Tat ist ein Besuch mehr als lohnenswert. Die Sicherheitskontrollen waren warhrlich streng. Pe musste sogar ihre Kaugummis abgeben, und selbst Essen durfte man nicht mit in das Gebäude nehmen. Wir entschieden uns für ein Kombiticket mit dem Coca Cola Museum, da spart man jede Menge Dollars.
Die Farbenpracht der Fische begeisterte, und die Stunden vergingen in den verschiedenen Themenbecken in Windeseile. Piranhas, Zitteraale, Haie, Wale – ich kann sie gar nicht alle aufzählen. Völlig hin und weg waren wir von den Seanettlen, die – getaucht in wunderbar blaues Licht – einfach nur galaktisch aussahen. Ach ja: Weil wir nichts mit zu Essen reinnehmen durften, aßen wir wohl oder übel Kleinigkeiten in der Aquariums-Kantine. Schmeckte aber.
Enttäuscht waren wir dagegen vom Coca Cola-Museum gegenüber. Man wird immer nur in Gruppen eingelassen, und der Rundgang startet mit einer absolut dämlichen Show in einem Raum, in dem viele Cola-Ausstellungsstücke hängen. Der folgende Film war ganz nett, doch einmal eingelassen zog es Pe sofort in den Probierraum. Über 40 Cola-Sorten füllten schließlich Pes Magen, doch dieser hielt dieser Tortur stand. Unglaublich aber war: Sie probierte alle Sorten! Kleiner Hinweis: Das Getränk aus China schmeckte ihr am besten.
Nach einem Abstecher im Olympia Park sowie einem genialen Starbucks-Kaffee (dank des starken Euros macht Kaffeetrinken bei Starbucks in den USA richtig Spaß) fuhren wir in den Stone Mountain Park. Leider kamen wir nicht umhin, acht Dollar Benutzungsgebühr zu bezahlen. Der dort angesiedelte Spaßpark hatte zum Glück schon zu (der Eintritt kostet sonst 19 Dollar), so dass wir ganz gemütlich zu den in den riesigen Felsbrock eingehauenen Bürgerkriegshelden gelangten. Das Kunstwerk ist zwar nicht spektakulär, dieser überdimensional große Felsbrocken aber schon, immerhin führt da eine Seilbahn hinauf.
Die heutige Nacht ist aber ein echtes Drama: Wir sind in Augusta, eine wirklich hässliche Stadt, fast so wie in Greenville. Das Motel ist ok, doch um 0.30 Uhr pochte es plötzlich gegen die Tür, jemand wollte Einlass. Ich wagte es mich gerade noch, aus dem Fenster zu schauen und bekam einen unglaublichen Schreck: Alle Autos vor unserem Zimmer schienen verschwunden. Ich beruhigte mich erst, als ich feststellte, dass wir unseres gar nicht sehen können. Habe mich gerade noch mit einem Schwarzen unterhalten (ich traute mich tatsächlich raus), doch den verstand ich überhaupt nicht. Nun: Die Nacht wird trotzdem ruhig, denn ich habe unsere Eingangstür durch die Koffer zusätzlich gesichert. Gute Nacht!
Gefahrene Meilen:
Atlanta – Augusta 188,6 Meilen (301,76 Kilometer)
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