Okt 06 2007
Tag 7: Blue Ridge Parkway
Den heutigen Tag werden wir so schnell nicht vergessen. Nicht nur, dass wir uns bei der Fahrt von Daleville völlig verkalkuliert hatten, nein, die Suche nach einem Motel wurde zu einer nervlichen Zerreißprobe. Doch der Reihe nach.
Als wir heute morgen aufgewacht waren, konnten wir endlich sehen, wo wir eigentlich waren. Es war nebelig, und die Bergspitzen hingen in den Wolken – ein dennoch schöner Anblick. Wir entschieden uns, Nashville in diesem Urlaub nicht zu besuchen, sondern über Charlotte nach Atlanta zu fahren. Zwischenstopp wollten wir irgendwo in der Nähe von Charlotte einlegen. Wir fuhren los und hatten bald den Blue Ridge Parkway erreicht, eine sehenswerte kleine Straße mit viel Natur. Pe war weniger frohen Mutes, denn “Natur pur” ist nicht so ihr Ding. Erst als schöne Fotomotive auftauchten, wuchs ihre Begeisterung für die Schönheit der Region. Lohnend: Mabry Mill. Die Mühle war wirklich sehenswert, und so hielten wir hier gerne und genossen das mittlerweile schöne Wetter.
Die Fahrt führte weiter nach Charlotte, doch wir machten hier keinen Halt, da die Stadt uns nicht als lohnend erschien. Wir verließen den Interstate, fuhren einmal durch die Stadt und setzten unsere Fahrt Richtung Atlanta fort. Ein klein wenig ärgerten wir uns nun doch, denn insgesamt legten wir heute 350 Meilen zurück. Da hätten wir uns auch wirklich gleich auf den Weg nach Nashville machen können.
In Greenville, knapp 140 Meilen vor Atlanta, wollten wir schließlich übernachten. In unseren Couponheften hatten wir uns ein angeblich sauberes Motel ausgesucht für knapp 36 Dollar inklusive Tax. Blöder Weise buchten wir, ohne zuvor das Zimmer zu begutachten. Und der Schock folgte prompt: Als wir das Zimmer betraten, gingen wir rückwärts gleich wieder raus. Erinnerungen an New York 2005 wurden wach, als wir mit Kakerlaken zusammen lebten. Nichts wie weg, lautete unser Vorsatz, und zum Glück konnten wir das Zimmer stornieren, auch wenn die Wirtin gar nicht verstehen konnten, dass wir das Zimmer nicht sauber fanden. War es aber wirklich nicht: Bei Flecken auf dem Bett reicht es nun wirklich.
Die preiswerten Motels stellten sich übrigens allesamt als Bruchbuden heraus. Preise von 35 Dollar sind in Greenville also alles Abstiegen! Mit Glück bekamen wir das letzte Zimmer in einem Motel 6, das dann wenigstens als sauber betrachtet werden konnte. Dennoch: Es war das schlechteste Zimmer, das wir jemals in einem Motel dieser Kette bekamen.
Unser Tipp: Macht einen Bogen um Greenville!
Gefahrene Meilen:
Daleville – Greenville 348,6 Meilen (557,76 Kilometer)
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