Tagesarchiv für den 30. September 2009

Sep 30 2009

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Sonnenschein im Auto und ein lebendes Symbol des Bösen

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Nein, kein Smalltalk! Auch wenn es einmal mehr ums Wetter, derzeit DAS bestimmende Thema des Urlaubs, geht. Allmählich bin ich es auch schon leid, darüber zu berichten, wenngleich es doch einer der Komponenten ist, mit der für mich ein Urlaub steht und fällt.

Was ich damit sagen möchte?

Dass der heutige Morgen wettermäßig so anfing, wie er gestern Abend endete: kalt, neblig und verregnet, kurzum: grausam. Dabei hatten wir im Vorfeld noch einmal nach der Wettervorhersage gegoogelt, die uns, was die Temperaturen betraf, zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer gab. Nach dem ersten direkten Frischluftkontakt am Morgen wurde jener aber jäh zerstört. Adrett in die schicke Schale meines Lieblingshemdes gebettet und mich voller Tatendrang auf die noch zwei Autostunden entfernt gelegene und für heute geplant zu besichtigende Stadt Cincinnati gefreut, wich eben genau jene Freude innerhalb von Sekunden einem Frust. Nicht nur, dass ich innerhalb von Sekunden zu frieren begann. Nein, es regnete auch einfach weiter. Endlos, so als wollte man über uns den gesamten Inhalt aller Weltmeere vergießen.

Tim in CincinnatiAber lassen wir das. Switchen wir zeitmäßig einfach ein wenig weiter, um von Erfreulicherem zu erzählen. Dem Besuch im Outlet-Center, in welchem wir heute unsere Kids für sagenhaft umgerechnete 2,34 Euro neu einkleideten. Kein Scherz! Im „The Children’s Place“ waren etliche Kleidungsstücke aus der Babyabteilung, die vorher zwischen 12 und 15 Dollar gekostet haben, auf erfreulich wenigere Cents reduziert, weshalb unser lieber Tim mit einer ihm vortrefflich kleidenden Latzhose zuzüglich passenden Hütchen, Liselle mit einer schmucken Bluse und Fabi mit einem sportlichen Shirt ausstaffiert wurden. Wie sagte der Pan daraufhin? „Wenn wir schon draußen keinen Sonnenschein haben, holen wir uns diesen eben ins Auto“. Und genau in selbigem war daraufhin die Stimmung aufgrund unserer Laufsteg-Helden im höchsten Maße erheiternd.

Und Cincinnati?

Nun, um ganz ehrlich zu sein: Diese Stadt, in der die Armut der Bevölkerung partiell ganz offensichtlich und teilweise auch persönlich aufdrängend und beängstigend ist, muss man nicht gesehen haben. Möglicherweise, aber das mutmaße ich jetzt auch nur, sind die sozialen Probleme innerhalb Cincinnatis auch mit ein Grund, warum die Zahl der rund 300.000 Einwohner zählenden Stadt innerhalb der letzten Jahre immer mehr schwand. Dabei hatte ich mir von der Chiquita-Stadt, zu deren Söhnen unter anderem der Regisseur Steven Spielburg oder auch das lebende Symbol des Böses, Charles Manson, sowie als Tochter Doris Day zählen, mehr erhofft. Nun gut. Für Baseballfans lohnt sich hingegen ein kleiner Abstecher zum 2003 eröffneten „Great American Ball Park“, dem Stadion der Baseball-Mannschaft Cincinnatis Reds.

Blick auf CincinnatiMit ein paar obligatorischen und einmal mehr trüben „Ich-war-hier-Fotos“ verließen wir um 16.15 Uhr bei lichter werdendem Himmel die Stadt. Zu diesem Zeitpunkt lagen noch zwei weitere Autostunden Fahrt bis zum geplanten Etappenziel des Tages, Indianapolis, vor uns. Tja, was soll ich sagen? Ich habe ihn zwar nicht gesehen, aber er, der Wolkeneinsammler, muss wohl mit seinem putzfreudigen Besen und dem ganz großen Rucksack unterwegs gewesen sein, denn schließlich waren sie, die Wolken und die schwarze Tristesse, mit einem Mal fast weg und ließen einen beinahe makellosen blauen Himmel zurück, unter dem sich die Fahrt Richtung Indianapolis endlich auch mal wie eine Szene aus unseren früheren Urlauben anfühlte. Göttlich! Möge es hoffentlich so bleiben! Dabei weiß ich schon heute, dass es ab Freitag, wenn wir Chicago erreichen, wieder schlechter werden soll.

Wie gerne würde ich mich diesbezüglich eines Besseren belehren lassen!

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Sep 30 2009

Profilbild von Pan

Tag 5: Columbus – Cincinnati – Indianapolis

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Alte Bausubstanz in CincinnatiDer heutige Tag startete mit Regen und endete mit Sonnenschein in Indianapolis. Da es nach dem Aufstehen sehr nass war, hatten wir es mit dem Erreichen unseres Ziels überhaupt nicht eilig. Wir wanderten durch ein Outlet, besuchten ein Best Buy und einen Old Navy und gönnten uns einmal mehr einen Starbucks-Kaffee.

Gegen 14.45 Uhr erreichten wir schließlich unser Ziel, Cincinnati, die Stadt am Ohio River, in der Charles Manson, Doris Day und Steven Spielberg geboren wurden. Die Stadt präsentierte sich unspektakulär, ohne jede Höhepunkte, ziemlich reizlos. Ein paar alte Häuser stehen in der Mainstreet, wobei alt bedeutet, dass sie Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurden. Cincinnati wurde 1788 gegründet, und es wäre schön, wenn die Besitzer dieser alten Häuser in der Main Street mal die schöne Bausubstanz renovieren würde. Am schönsten ist der Great American Ball Park, das Stadion, in dem die Reds ihre Heimspiele austragen. Nach knapp 100 Minuten verließen wir den Ort wieder, wissend, dass Cincinnati nicht wirklich ein Besuch wert ist.

Nach rund 112 Meilen Fahrt sitzen wir nun im Red Roof Inn in Indianapolis, der Stadt der berühmten Indy 500. Ein Autorennen ist nicht angekündigt für die kommenden Tage, weshalb die Motelpreise sehr moderat sind. Wie lange wir in Indianapolis bleiben, wissen wir noch nicht. Unser Plan ist, morgen Abend in Chicago anzukommen.

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