Okt 01 2009
Tag 6: Indianapolis – Chicago
Schon mal einen amerikanischen Reifenluftprüfer in den Urlaub mitgenommen? Nein, dann das nächste mal dran denken, denn man braucht ihn bestimmt irgendwann einmal. Im vergangenen Jahr hatten wir das Problem, dass ein Reifen plötzlich zu wenig Luft hatte, in diesem Jahr wieder. Als wir gerade unser Ziel Chicago erreichten hatten, meldete der Bordcomputer, dass der Reifendruck nicht stimme. Und das, nachdem wir rund eine Stunde im Stau der drittgrößten Stadt der USA gesteckt hatten! Schnell in ein Motel 8 eingecheckt, suchten wir anschließend bei strömendem Regen eine Tankstelle, und es schien, als seien wir an dem einzigen Ort gelandet, an dem es keine gibt. Und das in den USA! Schließlich fanden wir doch eine, und so prüften wir, nachdem wir das erwähnte Utensil für 3,49 Dollar gekauft hatten, die Luft unserer Reifen. Das kostete übrigens drei Quarters, also 75 Cent.
Zuvor waren wir bei noch recht schönem Wetter – partly cloudy hieß das – durch Indianapolis gewandert. Die Hauptstadt des Bundesstaates Indiana ist wesentlich schöner als beispielsweise Cincinnati, und zum Glück empfahl uns ein freundlicher Einwohner, das State Capitol von innen zu besichtigen. Das sei noch viel schöner als von außen, womit er eindeutig recht hatte. Nach der kurzen Sicherheitskontrolle betraten wir das Kapitol, das Ende des 19. Jahrhunderts fertig gebaut wurde, und ein Durchwandern der drei Etagen lohnt sich außerordentlich. Dies als kleiner Tipp für USA-Urlauber. Die Stadt selbst ist ebenfalls recht schön, am Inner Circle ist eine Menge los, und auch der am World War Memorial gelegene Park lädt zum Verweilen ein.

Wenn da nur nicht das schlechte Wetter wäre, das uns schließlich in Chicago heute Abend auf das übelste erwischte. Thunderstorms mit viel Wasser und Blitzen, die die Nacht taghell werden ließen. Und die kommenden Tage soll es so weitergehen. Wir sind ein bisschen ratlos und überlegen, wohin wir denn fliehen können. Doch egal, wohin wir schauen: Es regnet.
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