Nov
15
2008

Pan
Am Morgen des 13. Urlaubstages hieß es nach drei Nächten, Abschied aus Las Cruces zu nehmen. Da die Fahrt nach Santa Fe weit war – rund 300 Meilen – brachen wir am frühen Morgen auf und fuhren schnurstracks Richtung Norden. In Santa Fe angekommen, musste Patty zunächst ein unabdingbares Ritual abhalten: Nachdem es ihr nach dem Verzehr von Chips am Vortag erneut schlecht geworden war, zerstörte sie die Packung mit den Chips des Übels. Gut gemacht!
Gut gelaunt machten wir uns anschließend auf Besichtigungstour durch die Hauptstadt New Mexikos, die sich bei strahlendem Sonnenschein von ihrer schönsten Seite zeigte. Besonders die Adobe-Bauten sind wundervoll, und so wurden die Stunden in Santa Fe zu einem weiteren Höhepunkt unseres Urlaubs. Interessant: In Santa Fe soll das älteste Haus der USA stehen. Recht unscheinbar sieht es aus, und besichtigen von innen konnten wir es nicht.
Am Abend fuhren wir Richtung Osten. Wir müssen langsam nach Phoenix zurück, und außerdem wollen wir noch den Petrified Forest Nationalparks besuchen. Während der Fahrt probierte Patty – wie sie es nun mal so gerne tut – ein paar Knöpfe am Auto aus, und plötzlich hatte sie den Polizeinotruf am Telefon. Beim ersten Anruf versuchte Patty, diesen noch zu ignorieren, doch die Polizistin am anderen Ende der Leitung war hartnäckig und rief zurück. Nach einer Entschuldigung – sie habe aus Versehen einen falschen Knopf gedrückt – und der Zusicherung, alles sei in Ordnung, gab sich die Polizistin zufrieden.
In Gallup sind wir nun in einem kleinen und preiswerten, aber sehr schönen Motel, und hier verbringen wir die letzte Nacht außerhalb von Phoenix.
Tags: New Mexico
Nov
14
2008

Pan
Verglichen mit dem Tag gestern war der heutige eine einzige Enttäuschung. Der Grund: El Paso. Doch der Reihe nach. Nach dem Aufstehen und einem leckeren Frühstück fuhren vom hotel Richtung Süden. Wir waren guter Dinge, und diese gute Laune besserte sich noch, als wir kurz vor der Stadt ein großes Outlet-Center fanden, in dem wir Hosen und Hemden zu super günstigen Preisen erstanden.
El Paso selbst präsentierte sich als typische Grenzstadt. Auf der Straße zur Grenze nach Mexiko grenzte ein Geschäft ans andere, und alle verkauften ihre unspektakulären Waren, bestehend aus Sandalen, T-Shirts, Hosen, Spielzeug und vielen anderen mehr. Sehenswürdigkeiten gab es wenige, und ein freundlicher Museumswärter, der perfekt Deutsch sprach, verwies auf Nachfrage nur auf einige Museen sowie ein Steakrestaurant einige Meilen außerhalb der Stadt.
Patty war fasziniert und angewidert zugleich, vieles erinnerte sie an Thailand und an Tijuana, das wir während unsere Kalifornien-Urlaubs vor einigen Jahren besuchten. Ich dagegen fühlte mich doch unwohl, da solche Geschäfte sowie die zum Teil obskur aussehenden Typen davor mich etwas unsicher machen – besonders dann, wenn ich die Sprache dank des Dialekts kaum verstehen kann.
Pattys Fazit: El Paso kann man sich sparen.
Tags: Texas
Nov
13
2008

Pan
In Las Cruces sind wir, und der Tag begann heute richtig gut, denn in unserem Hotel gibt es ein wirklich gutes Frühstück. Und da wir zentral von hier aus die nächsten Ziele erreichen können, haben wir für die nächsten zwei Nächte hier noch gebucht.
21 Menschen in 21 Lebensjahren – in den wenigen Jahren seines Outlaw-Daseins hatte Billy the Kid eine Menge auf dem Kerbholz vorzuweisen. In Mesilla, einem kleinen Vorort in Las Cruces, wurde dem Ganoven 1882 der Prozess gemacht und Billy zum Tode durch den Strang verurteilt. Doch er floh, erschoss zwei Menschen, und erst drei Monate später brachte Pat Garret den legendären Billy the Kid zur Strecke.
Das Gebäude, in dem Billy The Kid der Prozess gemacht wurde, steht heute noch, auch wenn dort heute ein Souvenirladen untergebracht ist. Die kleine Innenstadt des einstmals bedeutenden Örtchens in New Mexixo ist aber sehr gut erhalten, und so schlenderten wir am vormittag durch Messila und bewunderten seinen historischen Plaza und seine Gebäuden.
Am nachmittag fuhren wir dann weiter nach Nordosten, rund 70 Meilen. Ein Meer aus Gipssand – das klingt beim ersten Hören nicht übermäßig interessant, doch nicht zu Unrecht bezeichnen die Einwohner von New Mexico ihr White Sands National Monument als achtes Weltwunder. Zwischenzeitlich kamen wir uns fast wie in einer Winterlandschaft vor, mit dem Unterschied, dass die Temperaturen bei über 20 Grad lagen. Wer in der Gegend ist, sollte das Monument auf jeden Fall besichtigen. Es lohnt sich mehr, als man erwartet.

Tags: New Mexico
Nov
12
2008

Pan
Es war, als könnte man die Schritte Wyatt Earps und Doc Hollywoods auf den Straßen der Westernstadt Tombstone noch hören. So wenig scheint sich der kleine Ort in Arizona geändert zu haben, den wir heute auf unserer Fahrt Richtung New Mexico besucht haben. Er präsentiert er sich wie Ende des 19. Jahrhunderts, als die berühmten Westernlegenden ihre legendäre Schießerei am OK Corral hatten. Keine Frage: Sogenannte Shootings veranstalten die Einwohner auch heute noch, wenn auch nur zur Belustigung der Touristen. Und noch immer fahren Postkutschen durch Tombstone.

Am frühen Morgen hatten wir uns aufgemacht, um nach New Mexiko zu kommen. Nach dem Zwischenstopp in der Westernstadt erreichten wir schließlich am frühen Abend unser Ziel in Las Cruces. Mal sehen, wie lange wir bleiben, denn wir haben ein wirklich schönes und preiswertes Motel gefunden.
Kleiner Punkt am Rande: Als wir von Tombstone zurück zur Interstate fahren, wurden wir erstmals in den USA kontrolliert. Die Borderpatrol hatte einen Kontrollposten errichtet, doch nach Zeigen unserer Ausweise und unserer Visa wünschten die netten Beamten uns eine weiterhin gute Fahrt.
Tags: Arizona
Nov
11
2008

Pan
Dass am Veterans Day in den USA die Geschäfte zwar offen, doch zumindest einige öffentliche Gebäude geschlossen haben, das stellten wir heute am neunten Tag unseres Urlaubs in Tucson fest. Nach dem Aufstehen und einem Starbucks-Kaffee zum Frühstück besichtigten wir am Vormittag die rund 100 Meilen südlich von Phoenix gelegene Stadt, deren Besuch sich wirklich lohnt. Hier herrscht überwiegend die Adobe-Bauweise vor, die angeblich typisch für Arizona und New Mexico ist. Wir sind gespannt, denn New Mexiko folgt ja erst noch. Typisch auch in Tucson: Saguora-Kakteen an jeder Ecke. Und ganz wichtig: Die Temperaturen bewegten sich bei angenehmen rund 25 Grad.
Ein Meer aus Kakteen erlebten wir anschließend auf der Fahrt zum und im Arizona Sonora Desert Museum. Ein Kaktus reihte sich an den nächsten, viele mehrere Meter hoch. Höhepunkt des Tages war der Besuch des Museums, in das wir dank Pattys Presseausweis sogar umsonst eingelassen wurden. Die Zeit war viel zu kurz, um alle Attraktionen der Einrichtung bewundern zu können, denn aufgrund der Jahreszeit schloss das Museum bereits um 17 Uhr.
Ach ja: Endlich gelang es uns auch, die Postkarten abzuschicken. In Tucson fanden wir nämlich einen Briefkasten.

Tags: Arizona
Nov
10
2008

Pan
518 Meilen am Stück – so lautete unsere Fahrtbilanz des Tages. Am frühen Morgen waren wir noch hoffnungsfroh aufgewacht, der Osten war unser Ziel, über den Pretrified Forest Nationalpark wollten wir nach Albuquerque und Santa Fe waren. Doch je weiter nach Osten wir fuhren, desto kälter und bewölkter wurde es. War in der vergangenen Woche wenigstens noch das Wetter schön – Sonnenschein und kalt -, begegnete uns vor Williams Schnee in den Bergen. In Prescott, ein eigentlich ganz netter Ort, sollte ein Zwischenstopp sein, doch die Besichtigung bliesen wir ab. In Williams beschlossen wir schließlich, zurück nach Süden zu fahren. Das bedeutete zwar einen Umweg von knapp 200 Meilen, doch am Abend kamen wir schließlich im warmen Tucson an.
Dennoch: Die gute Laune hat uns diese kleine Irrfahrt nicht verdorben, und so freuen wir uns auf die Besichtigung der Stadt.

Tags: Arizona
Nov
09
2008

Pan
So sehr hatte sich Patty auf diesen Augenblick gefreut: auf das Beobachten der Menschen am Gesehen-werden-wollen-Strand in Los Angeles, Venice Beach. Frohen Mutes fuhren wir also am Morgen dorthin und fanden auch sofort einen guten Parkplatz. Doch oh weh: Wind, Wind und noch einmal Wind, gepaart mit aufgewirbeltem Sand. Für Patty war es die reinste Enttäuschung. Frustriert schoss sie so gut wie keine Fotos, genervt vom Wind schlenderte sie über die Promenade. Selbst die Käsepizza, die uns zwei Jahre zuvor so lecker in der Sonne gemundet hatte, schmeckte nicht. Überall nur Sand. Und auf der Strandpromenade war so gut wie nichts los: keine Kleinkünstler, keine Menschen, die ihre Körper stählen wollten. Venice Beach 2008 war eine Enttäuschung.
Statt Venice Beach zu genießen, fuhren wir schließlich zum Getty-Center. Hier war der Eintritt zwar umsonst, doch das Parken kostete immerhin zehn Dollar. Dennoch. Der Besuch lohnte sich allemal. Die Architektur des sehenswerten Gebäudes ist beeindruckend, und darüber hinaus hat man von den Hügeln, auf denen das Museum steht, einen tollen Blick auf Los Angeles.

Zum Nachmittag hin zog auch die Bewölkung ab, so dass wir die Abendsonne bei angenehmen Temperaturen genossen. Am Abend beschlossen wir dann, Richtung Osten zurückzufahren. Auf dem Weg nach Santa Fe ist nun erneut Blythe unsere Abendstation. Hier nutzt Patty derzeit im Super 8 Motel den Internetanschluss und informiert sich über die Heimat.
Tags: Kalifornien