Archiv für das Tag 'New York'

Okt 07 2009

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Urlaub im Eiltempo

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Das Wetter hat gehalten, was es versprach: es regnete. Schon beim Aufstehen! Insofern hatten wir heute Morgen geplant, die knapp 650 Kilometer von Syracuse direkt nach Boston durchzufahren, es sei denn ein einmal mehr unverhofft am Straßenrand gelegenes Outlet-Center würde uns ein bisschen Kurzweil bieten, aber selbiges kam nicht. Alternativ dazu haben wir dann nach fünf Tagen Entzug ein wenig „gewalmartet“, um uns mit ein paar Lebensmitteln, Getränken und ein paar in Auftrag gegebenen Mitbringseln einzudecken.

Nachdem sich auf der Höhe von Albany, der Stadt, die auf der Hälfte der zu fahrenden Strecke liegt, das Wetter eines Besseren besann, entschlossen wir kurzerhand, doch in die 100.000 Einwohner große Hauptstadt des Bundesstaats New York zu fahren, um heute wenigstens ein bisschen auf touristischer Erkundungstour gewesen zu sein. Die Parkuhr hatten wir mit drei Quarter gefüttert, die uns einen erlaubten zeitlichen Spielraum von 40 Minuten einräumte, den wir allerdings um 15 Minuten überschritten. Zeit, in der der Pan seinem Namen gerecht werden konnte – er bekam Panik.

Die Stadt selbst ist rasch erklommen, da auch hier die meisten Sehenswürdigkeiten zentral beieinander liegen. In der Nähe der City Hall geparkt, sahen wir uns zunächst einen Park, das Rathaus und eine nicht weit davon entfernt liegende Kirche an, bevor wir uns von der Neugierde gepackt von einem prachtvollen Gebäude, das am Ende einer Hauptstraße lag, in selbige ziehen ließen. Vor Ort – inzwischen hatte der Himmel schon wieder sein kleines, hübsches Schwarzes an – angekommen stellte sich heraus, dass es sich hierbei um die State University of New York handelte, die ich aufgrund der wetterbedingten Tristesse nur in sehr faden Bildern festzuhalten vermochte. Der enteilenden Zeit wegen hasteten wir im Anschluss daran die bergige Straße zurück, um schließlich noch dem Kapitol mit seiner monumentalen Freitreppe einen Blitzbesuch abzustatten, bevor wir strafzettelfrei (ich bin von nichts anderem ausgegangen) das Auto erreichten. Da es zu diesem Zeitpunkt aber schon wieder zu regnen begann, haben wir auch keine weiteren Münzen eingeworfen, mit deren erkaufter Zeit wir uns noch die Empire State Plaza, das futuristisch anmutende Performing Art Center sowie den Corning Tower (mit seinen 42 Etagen das höchste Gebäude im Bundesstaat New York außerhalb von Manhatten) persönlich ansehen hätten wollen. Stattdessen fuhren wir an den besagten Sehenswürdigkeiten zumindest einmal mit dem Auto vorbei, bevor wir uns wieder auf die Autobahn begaben, die uns heute bis nach Westborough führte, wo wir unseren preislich akzeptablen nächtlichen Stopp einlegen, da die Hotels in Boston direkt, das derzeit noch knapp 50 Kilometer von uns entfernt liegt, wesentlich teurer sind.

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Okt 07 2009

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Tag 12: Syracuse – Albany – Westborough

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Albany, Kirche neben der City HallRome, Verona, Amsterdam, Rotterdam – unsere Fahrt nach Boston glich heute einer Reise durch Europa. Immer wieder fanden wir entlang des Weges Namen europäischer Städte, die die damaligen Einwanderer wohl früher als Erinnerung gewählt hatten. Unsere Fahrt gen Osten begann bei strömendem Regen in Syracuse, wurde unterbrochen durch Sonnenschein bei unserem Stopp in Albany und endete bei einigermaßen freundlichem Wetter kurz vor Boston, wo wir uns nun befinden. Gerade das Stück von der Staatsgrenze New York durch Massachusets war landschaftlich beeindruckend, doch vom berühmten Indian Summer haben wir noch nicht viel gesehen; dafür gab es einfach zu viel Regen.

Wie bereits erwähnt, legten wir unseren heutigen Zwischenstopp in Albany ein, der Hauptstadt des Bundesstaates New York. Die Stadt selbst ist zwar nur 100000 Einwohner groß, beherbergt jedoch einige sehenswerte Gebäude im Stadtzentrum. Auffällig ist dabei das Capitol, ist es doch eines der wenigen in den USA, das nicht dem großen Vorbild in Washington nachempfunden wurde. Darüber hinaus stehen in der Stadt noch einige alte Gebäude, die nach einer Renovierung ganz sicher Juwelen darstellen könnten. Besucht man übrigens keine Museen, ist man mit einem knapp zweistündigen Aufenthalt gut beraten.

Noch zwei Tage, noch knapp sieben Stunden Autofahrt, dann geht es bereits wieder nach Hause. Am Samstag wird der Flieger gegen 18 Uhr abheben. Für ein Fazit ist es noch zu früh, immerhin sehen wir morgen noch Boston und am Freitag und Samstag Philadelphia, jedoch eines ist sicher: Wettermäßig ist der Urlaub 2009 der schlechteste USA-Urlaub, den wir bisher erlebt haben: katastrophal nass!

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Okt 06 2009

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Mittendrin statt nur dabei

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Auch wenn der heutige Tag ein regenfreier war, sind wir im „donnernden Wasser“, wie die Indianer sagten, doch nass geworden – und das trotz schützender Ponchos. Ein Besuch der Niagarafälle ohne eine Maid of the Mist-Bootstour wäre aber auch nur eine sehr eingeschränkte Erfahrung gewesen. So waren wir quasi mitten im Auge des tosenden Kessel der Horseshoe Falls, über die jede Sekunde rund 2 Millionen Liter Wasser stürzen. Bei dieser zum Teil sehr abenteuerlichen Fahrt, die ihre 13,50 Dollar aber auf jeden Fall wert sind, fährt der Kapitän die sich gegen Wirbeln und Strömungen wehrende Barkasse so nahe wie möglich an die ungestüme Wasserwand des wild geischenden Wasserfalls. Dabei trocken zu bleiben, ist meines Erachtens so gut wie gar nicht möglich, da der stürmische Regenschauer, der zudem pausenlos seine Richtung wechselt, sich von allen Seiten Zugang zu der Kleidung verschafft. Sei es tröpfelnd, schleichend, kriechend oder fließend. Die Frage ist letztlich nur jene, wie nass man wird. Und ich bin, weil ich so Angst um meine Kamera hatte und mein ganzes Bestreben darum bemüht war, sie und nicht mich zu schützen, sehr nass geworden, was im Anschluss nach der Bootsfahrt aufgrund des Windes doch sehr unangenehm wurde.
Die American Falls

Ursprünglich hatten wir uns für heute vorgenommen, uns das aus drei Wasserfällen bestehende Naturspektakel, welches allein durch seine Länge, Form und den gewaltigen Wassermassen zu den schönsten Wasserfällen der Erde zählen sollen, sowohl von der amerikanischen als auch kanadischen Seite anzusehen, da sich die beiden Länder das nasse Wunder teilen. Mit den Reisepässen in der Tasche wäre es ein Leichtes gewesen, die beiden Länder trennende Rainbow-Bridge zu Fuß zu überqueren, doch nachdem wir so nass uns durchgefroren waren, unterließen wir dieses Vorhaben, gleichwohl der Reiseführer sagt, dass man besonders von der kanadischer Seite einen grandiosen Blick über die Abbruchkante der Horseshoe Falls hätte, aber wir waren auch so schon ganz zufrieden.

Die Maiden of the Mist im Kampf mit den Horseshoe FallsUmgehauen in dem Sinne hat mich das grandiose Schauspiel der größten Elektrizitätserzeuger der Welt aber nicht. Vielleicht war es auch hier einmal mehr so, dass meine Erwartung im Vorfeld einfach zu groß war, weil ich soviel darüber gelesen hatte oder ich durch den Besuch des Rheinfalls in Schaffhausen letztes Jahr noch etwas wesentlich Spektakuläreres vorzufinden glaubte. Möglicherweise trübte aber auch ein gesundheitliches Tief, das mich die erste Hälfte des Tages peinigte, meine Wahrnehmungsfähigkeit.

Die kommenden beiden Tage fahren wir – leider noch immer auf kostenpflichtigen Toll-Roads – weiter ostwärts, Richtung Boston, das noch gut sechs Autostunden von uns entfernt liegt. Auf der Hälfte des Weges wollen wir in Albany, der Hauptstadt des Bundesstaates New York, eine Sightseeing-Rast einlegen. Nachdem für morgen aber wieder mal Regen angekündigt ist, fahren wir morgen möglicherweise auch ganz durch bis nach Boston. Mal sehen, wie es kommt. Heute Abend fanden wir, bevor wir hier in Syracuse eincheckten, ja auch mal wieder völlig überraschend ein Outlet-Center am Straßenrand, dem wir einen kurzen Besuch abstatteten.

So allmählich kommen bedauerlicherweise auch schon die ersten Gedanken an den Heimflug am Samstag, die ich aber soweit wie möglich zu verdrängen versuche. Berufsurlauber müsste man sein.

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Okt 06 2009

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Tag 11: Erie – Niagara Falls (US) – Syracuse

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Was war das für ein nasser Tag. Hose nass, Jacke nass, und das trotz blauer Regencapes. Aber endlich mal ein gewollt nasser Tag samt Regenbogen. Wer mit der Maid of the Mist Boat-Tour an die Niagarafälle heranfährt, der wird richtig nass, wenn er nicht aufpasst. Zuerst nur ein wenig bei den American Falls – hier aber mit herrlichem Regenbogen -, doch bei den Horseshoe Falls ist man komplett von Wasser umgeben, und der Wind peitscht das Nass nur so auf das Boot. Aber wahnsinnig spannend ist diese Tour, die meines Erachtens zum Pflichtprogramm eines Besuchs bei den Niagarafällen gehört. Denn nur so erlebt man das imposante Naturschauspiel von Nahem und aus einer phantastischen Perspektive, bei der mehr als 2,5 Millionen Wasser pro Sekunde 50 Meter in die Tiefe stürzen.

Niagara Fälle

Die Fälle selbst besichtigten wir von der amerikanischen Seite aus. Allgemein wird gesagt, dass man von der kanadischen den besseren Blick auf die Fälle haben soll. Doch das störte uns wenig, denn die Tour mit dem Schiff kann man von beiden Seiten aus starten. Zu Fuß gelangt man außerdem direkt an die Fälle, und so hat man einen tollen Überblick über das Spektakel.

Eingepackt geht es zur BootsfahrtDer Besuch der Niagarafälle war der geplante Stopp auf unserer Tour gen Osten. Jetzt sind wir noch knapp sechs Fahrtstunden von Boston entfernt. Unterschlupf haben wir in Syracuse im Bundesstaat New York gefunden. Für morgen ist wieder Regen angesagt, daher wissen wir noch nicht, ob wir in Albany wie geplant unseren obligatorischen Besichtigungsstopp einlegen werden. Aber nach drei Sonnentagen sind wir ja mit allem zufrieden, was sich wettermäßig uns bietet, zumal am Donnerstag die Sonne über Boston lachen soll.

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