Archiv für das Tag 'Österreich'

Jul 04 2010

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Natur pur

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Scheffau - Blick aus dem HotelzimmerNach einer erholsamen Nacht samt köstlichen Frühstück im abgelegen Berggasthof, ging unser sportliches Wochenende heute Morgen schon um 10 Uhr weiter. Ausgerüstet mit Neoprenanzug, Neoprenjacke, Neoprenstrümpfen und – schuhen sowie Helm und Klettergurt, die uns, was die Enge betrifft, wie zusammengepferchte Eiskristalle in einem Schneeball haben fühlen lassen, fuhren wir mit einer Mischung aus Erwartungsfreude und auch Angst der Schlucht entgegen, die wir vor fünf Jahren schon einmal durchwandert haben. Abgesehen an den Aufstieg, konnte ich mich kaum mehr an etwas erinnern. Aber das wäre letztlich auch ohne Belang gewesen, da sich die Schluchten so schnell verändern, dass eine Wiederholung der Touren immer wieder neue Erfahrungen mit sich bringen. So kamen wir heute auch an einer Stelle vorbei, die vor sechs Wochen noch zwei Meter höheres Wasser hatte, an der die Teilnehmer zu diesem Zeitpunkt auch von den Felsen springen konnten, während wir heute dort kniehohes Wasser durchwateten. Dort, wo wir vor fünf Jahren in eine Gumpe sprangen, war das auch nicht mehr möglich, dafür aber an anderen Stellen.

Pe in voller Montur mit Canyoning-AusrüstungDas Aufregendste am heutigen Canyoning war aber zweifelsohne der Einstieg an einer 20 Meter hohen Steilwand. Als der Führer uns kurz vorher noch sagte, dass das unser Einstieg sei, dachte ich, dass er scherzt, aber dem war leider nicht so. Ganz ehrlich: ich hatte ein wenig Todesangst, hieß es doch auch, sich auf Material und Mensch zu verlassen und Vertrauen zu schöpfen.

Aber nachdem ich diese Zeilen hier schreibe, ist dem geneigten Leser natürlich klar, dass ich das Abenteuer überlebt habe.

Es gibt Ereignise, die man unbedingt gesehen und gehört haben sollte. Das kann ich an dieser Stelle bezüglich Canyoning nur bestätigen. Es ist eine wildromantische, atemberaubende, wenn auch etwas Mut erfordernde Erfahrung fürs Leben, die ausnahmslos alle Sinne anspricht. Natur pur. Leben in seiner Urform. Selten habe ich all meine Kräfte so gebündelt gespürt.

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Jul 03 2010

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Von der Action- zur Erlebnis-Tour

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Was für ein Tag! Stau, Stau und nochmals Stau. An unserem eingeplanten Zeit-Puffer von 1,5 Stunden nagte heute nicht nur die übervolle Autobahn, sondern bedauerlicherweise auch die Zeit gänzlich ignorierenden, da nicht minder frequentierten Umgehungsstraßen, so dass das rechtzeitige Ankommen zum Rafting in Österreich plötzlich immer mehr in Frage stand und unsere gute Laune mit den rapide schwindenden Minuten hinsichtlich der Ankommenszeit, die das Navigationsgerät vorhersagte, sich zunehmend zum Schlechten wandte.

Es wollte uns einfach nicht gelingen, den Tag entspannt zu sehen, auch wenn wir zu spät gekommen wären. Der Tag als solches wäre ja nicht verloren gewesen. Ändern konnten wir an der Situation ohnehin nichts, wozu also aufregen?

Um es kurz zu machen: wir kamen zu spät. Ganze sechs Minuten, was aber nicht dramatisch war, da die Gruppe noch nicht losgegangen ist. Zunächst hatte ich mich total darüber gefreut, was aber nur so lange anhielt, bis wir erfuhren, dass die Gruppe „Action Rafting“ schon voll sei und wir nicht mitkönnten, da wir nicht auf der Liste stünden. Liste hin oder her – wir hatten gebucht, per Internet. Die Mail als Beweis hatte ich aber nicht mitgenommen. Und selbst wenn, was hätte es gebracht? Das Boot war voll, stapeln geht beim Rafting gar nicht.

Eine halbe Stunde später würden fünf weitere Boote zu Wasser gehen, sagte man uns, allerdings nur die „Erlebnis Rafting“-Tour, die eine ganze Stunde weniger dauert. Vielleicht könnten wir ja dort ein paar Leute zusammen trommeln, die Lust auf die Action-Rafting-Tour haben, wobei zur Erklärung gesagt sei, dass beide Touren auf der gleichen Strecke auf der Tiroler Ache gefahren werden, die Action Tour aber eine Stunde länger dauert und mehr Schikanen bietet. Und es kam, wie es nicht kommen sollte, denn wir fanden niemanden. Also fuhren wir die „Familienrafting“-Tour mit einem ganzen Boot voller 11-15-jährigen Eiskunstlauf-Mädels, die während der Fahrt bei jeder kleinen Welle so laut schrien, als ob sie riskante Loopings einer Achterbahn auf der Kirmes fahren.

Langweilig war es aber dennoch nicht, da der Pan und ich quasi als Steuermann ganz vorne an der erlebnisintensivsten Stelle des Bootes saßen und wir uns zudem mit den anderen Booten Wasserschlachten lieferten, was bei der gigantischen Hitze, die auf dem Fluss aber gar nicht so spürbar war, einfach unglaublich Spaß machte. Genauso wie das Reinspringen in das 11 Grad kalte Wasser und andere kurzweilige Spiele, bei denen die ein oder andere Teilnehmerin zu Wasser ging. Im Anschluss ans Rafting fuhren wir eigenständig noch mal an die Stelle, an der wir mittags mit den Booten eine kurze Rast eingelegt hatten. Aus Sorge um meine Kamera hatte ich während des Raftings die Kamera im Auto gelassen, da an dieser Schlucht aber sehr viel Wassersportler vorbeikamen, hoffte ich, noch ein paar originelle Fotos einfangen zu können, was mir aber nicht so wirklich gelang. Einerseits wegen des dann schon vorherrschenden Schattens, andererseits wegen mangelnder Sportler zu dieser fortgeschrittenen Stunde.

Übernachten werden wir heute in einem urigen Berggasthof am Wilden Kaiser, den wir nach einer langen und aufregenden Serpentinefahrt erreicht haben.

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Jul 31 2009

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Film: Südliche Szenen

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Nach unserem Abstecher in den Norden Ende April dieses Jahres, waren wir wenige Wochen später entgegengesetzt im Süden unterwegs. Mit kurzer Verspätung folgt wie immer der Film über unsere Erlebnisse, die uns unter anderem nach Kufstein und Innsbruck führten. Viel Spaß beim Zusehen.

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Jun 13 2009

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Tag 5, Teil 1: Abfahrt

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Packen und Abreisen steht heute morgen auf dem Programm. Zunächst gibt’s ein einmal mehr üppiges Frühstück in unserer Unterkunft, die wirklich sehr nett und schön ist. Die Dusche hat es Pe besonders angetan, „so eine hätte ich gerne auch zuhause“, sagte sie gerade. Im Moment ist es noch – wie jeden Morgen – super bewölkt, doch es soll ja aufklaren. Mal sehen, wie es nachher ist, wenn wir gepackt haben. Erst dann werden wir entscheiden, wohin es geht.

Bisher haben wir rund 600 Fotos plus 75 Minuten Filmmaterial hergestellt. Das riecht also wieder mal nach viel Nacharbeit zuhause.

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Jun 12 2009

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Tag 4: Olympiafieber

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InnsbruckNach dem Tanken stellte sich uns eine weitere logistische Aufgabe: Wir mussten eine Vignette für die Autobahn kaufen. Der Grund: Innsbruck war heute unser Ziel, und wenn man den Weg dorthin ohne die Autobahn zurücklegen möchte, dann ist man 90 Minuten länger unterwegs. Als das Problem gelöst war, führte die Fahrt durch eine wunderschöne Landschaft ins sonnendurchflutete Innsbruck, wo wir nicht nur leckeren Kaffee genossen, sondern auch die wärmenden Sonnenstrahlen.

Die Altstadt selbst ist sehenswert, seien es das berühmte Goldene Dächle oder die wunderschönen Bürgerhäuser, die in allen möglichen (sinnvollen) Farben angestrichen sind. Der Park des ehemaligen Olympischen Dorfes war mehr als sehenswert, und Pe meinte nur, hier würde sie es sich häufig bei Sonnenschein gemütlich machen und die Wärme genießen – so wie die Innsbrucker am heutigen Freitag.

Die Olympiaschanze am Berg Isel

Nicht fehlen durften übrigens ein Blick vom Stadtturm auf die Stadt hinab und ein Abstecher zum Berg Isel, wo die berühmte Sprungschanze steht. Sie ist übrigens neu, die alte, auf der während der Winterspiele 1964 und 1976 die Sprungwettbewerbe stattgefunden hatten, wurde abgerissen und durch die neue ersetzt, die übrigens 2002 irgendeinen Preis gewonnen hat – für ihr schönes Aussehen. Man sieht: Selbst Betonklötze können geehrt werden.

Am späten Nachmittag ging’s dann wieder zurück nach Kössen, wo einmal mehr eine Partie Dominion anstand…

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Jun 11 2009

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Tag 3: Wo bitte ist die Tanke?

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Paar mit HutWie rar Tankstellen in Bayern gesät sein können, das haben wir heute gemerkt. Denn als wir am frühen Nachmittag uns auf den Weg machten, zeigte die Bordkontrolle unseres Flitzers, dass der Reifendruck nicht mehr stimmte. Unser Ziel heute war Berchtesgaden, denn in Bayern sollte das Wetter etwas besser als im Kaiserwinkl sein. Kurz hinter Reit im Winkl war eine Tankstelle, wo wir die Reifen überprüften und Luft nachfüllen mussten. Da die Kontrolle immer noch zu wenig Reifendruck anzeigte, fuhren wir langsam auf der Suche nach einer zweiten Tankstelle weiter um festzustellen, ob alles in Ordnung sei. Es dauerte aber und dauerte, mal hatte eine Tankstelle geschlossen (im Süden ist bekanntlich Feiertag), mal war der Kompressor nicht angeworfen. In Berchtesgaden wurden wir dann schließlich fündig. Alles in Ordnung (scheinbar), Kontrolle neu initialisiert, und schon können wir beruhigt weiterfahren.

Am KönigsseeDer Tag selbst verlief so durchwachsen wie das Wetter. Mal schön, mal deprimierend. Am Morgen hatten wir noch lange ein neues Spiel gespielt, dass Pe zu ihrem Jubeltag geschenkt bekommen hatte (Dominion – ein absoluter Tipp!), so dass die Laune gut war. In Bayern selbst regnete es mal, wir tranken einen viel zu teuren Kaffee und aßen ein viel zu teures Eis (dafür aber lecker). Der Ausflug zum Obersalzberg war nur kurz, dafür wanderten wir dann ein wenig am Königssee entlang, der sich – trotz zeitweisen Regens – in schönen Grün präsentiert. Übrigens: Hutfotos gab es an diesem Tag auch haufenweise …

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Jun 10 2009

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Tag 2: Auf Burg und Schanze

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Festung in KufsteinEin monströses und leckeres Frühstück nach einer erholsamen Nacht. So gestaltete sich das Aufstehen, das eigentlich perfekt gewesen wäre, wenn das Wetter mitgespielt hätte. Doch dem war nicht so: Es regnete, und meine Auskünfte, das werde schon werden, konnten die wetterfühlige, stets nach Sonne dürstende Pe nicht froh stimmen. Aber um es vorwegzunehmen: Es wurde.

Zunächst nutzten wir die vielen Regenwolken, um uns mit Vorräten einzudecken. Da das Wetter nach dem Verlassen des Lebensmittelladens noch nicht besser wurde, beschlossen wir, den Tag nicht mit Wandern, sondern mit einer Stadtbesichtigung zu verbringen. Also fuhren wir in die nur knapp 25 Kilometer entfernte Perle Tirols – Kufstein. Nach einem Rundgang durch die Altstadt – sehenswert – besuchten wir die Festung, deren Ursprünge immerhin bis ins zwölfte Jahrhundert zurückreichen. Und tatsächlich: Mit jedem Schritt, den wir hinauf zur Festung zurücklegten, wurde das Wetter besser. Kurze Zeit später lachte die Sonne vom Himmel, so dass der Besuch der grandiosen Befestigungsanlage zu einem wahren Augenschmaus wurde. Darüber hinaus genossen wir ein leckeres Eis und erstanden super schöne Trachtenhemden (!) zu einem grandiosen Preis.

Tim auf der SchanzeGegen 17 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zurück, wo wir ein klein wenig den Unterberg in Kössen erklimmen wollten. Der Spaziergang durch den Wald war uns aber zu schattig, weshalb wir noch schnell ins nahe gelegene Reit im Winkl fuhren. Hier bestieg Patty im Beisein des wagemutigen Tim eine Skisprungschanze, deren Erklimmung sich aufgrund der Höhe, vor allen Dingen aber auch der Spinnen wegen, die den beiden den Weg nach oben erschwerten, als außergewöhnlich aufregend gestaltete. Adrenalin pur!

Kurzum: Ein super schöner Tag, der uns ganz schön schlauchte.

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Jun 09 2009

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Tag 1: Abfahrt und Ankunft

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Wer spät losfährt, kommt spät an – und verpasst so schlecht vorhergesagtes Wetter. Erst gegen 16.30 Uhr hatten wir uns auf den Weg in das knapp 390 Kilometer entfernte Kössen im Kaiserwinkl aufgemacht, das für Pe gefühlte Äonen weit entfernt liegt, da gefahrene Kilometer für sie im zeitlichen Empfinden in keinem Zusammenhang zur Realität stehen. Wer unseren Blog regelmäßig verfolgt, der weiß, dass wir hier das dritte Mal sind. Pe steht zwar nicht so sehr auf Berge, doch ich mag sie schon seit meiner Kindheit. Das Zimmer in einer Pension hatten wir bereits vorher gebucht. Schön und sauber ist es, kein Wunder, dass es drei Edelweiß hat. Die kommenden vier Tage ist hoffentlich viel Spaß und Abwechslung angesagt. Hoffen wir, dass das Wetter mitspielt.

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